Der Flughafen Düsseldorf ist mehr als Verkehrsinfrastruktur: Er ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Eine Analyse im Rahmen einer Arbeitsstättenerhebung zeigt für 2023, dass insgesamt 4,2 Mrd. Euro Wertschöpfung und 46’300 Arbeitsplätze mit dem Flughafen zusammenhängen. Rund 80 Prozent der Effekte verbleiben in Nordrhein-Westfalen.
Welche wirtschaftlichen Impulse gehen vom Flughafen Düsseldorf und den dort angesiedelten Unternehmen aus? Diese Frage stand im Zentrum einer Analyse von INFRAS im Auftrag der Flughafen Düsseldorf GmbH.
Grundlage für die Analyse bildet eine umfassende Arbeitsstättenerhebung auf dem Flughafengelände. Es wurden jedoch nicht nur die direkten Effekte der Unternehmen erfasst, die am Flughafen tätig sind. Auch die indirekten Wirkungen entlang der Zulieferkette sowie die induzierten Effekte über den Konsum der Beschäftigten sind in der Analyse berücksichtigt.
4,2 Milliarden Euro Wertschöpfung und rund 46’000 Jobs
Für 2023 zeigt sich eine hohe regionalwirtschaftliche Bedeutung für das Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW): Die Wirtschaftsaktivitäten am Flughafen Düsseldorf (inkl. der angrenzenden Airport City) führen 2023 zu einer Wertschöpfung von 4,2 Milliarden Euro und stehen mit 46’300 Arbeitsplätzen in Verbindung. Direkt am Flughafen entstehen 1,8 Milliarden Euro Wertschöpfung. Dazu kommen 830 Millionen Euro indirekte Wertschöpfung über Vorleistungen sowie 1,6 Milliarden Euro induzierte Wertschöpfung durch die Konsumausgaben der Beschäftigten.
Auch auf der Beschäftigungsseite sind positive Effekte die Folge: 16’500 Arbeitsplätze (VZÄ) sind direkt bei den Flughafenunternehmen angesiedelt. Rund 8’600 entfallen auf die Zulieferkette und rund 21’200 hängen mit den Konsumeffekten zusammen.
Effekte bleiben überwiegend in Nordrhein-Westfalen
Der grösste Teil der wirtschaftlichen Effekte bleibt im Heimatbundesland: Mit 3,3 Milliarden Euro entfallen knapp 80 Prozent der gesamten Wertschöpfung auf NRW, verbunden mit rund 36’000 Arbeitsplätzen (VZÄ). Damit stand der Flughafen Düsseldorf im Jahr 2023 für rund 0,4 Prozent des Bruttoinlandprodukts in NRW.
Die Ergebnisse unterstreichen: Der Flughafen ist nicht nur ein eigenständiger Wirtschaftsstandort, sondern setzt auch weitreichende Impulse in vorgelagerten Branchen und über den privaten Konsum der Beschäftigten.