Kloten diskutiert über eine Umzonung und Verdichtung des Gebiets Steinacker. Damit einher ginge eine deutliche Bevölkerungszunahme. Finanziell bedeutet das Bevölkerungswachstum für die Stadt einerseits Mehrausgaben, bietet an-dererseits aber auch Potenziale für zusätzliche Einnahmen. Eine wirtschaftliche und fiskalische Simulation von INFRAS zeigt: Unter dem Strich kann Kloten mit einem positiven Saldo rechnen.
Die Stadt Kloten entwickelt sich dynamisch: Eine Umzonung des Gebiets Steinacker würde eine weitere Aufwertung und Verdichtung mit sich bringen. Die wirtschaftliche Dynamik dürfte zunehmen und insbesondre die Bevölkerung substanziell wachsen. Eine Abschätzung zeigt eine Zunahme um 5'900 Personen bis ins Jahr 2055, bei einer heutigen Bevölkerungszahl von rund 22’000.
Eine solche Entwicklung hätte erheblichen Einfluss auf die finanzielle Situation der Stadt Kloten, wobei sowohl zusätzliche Kosten anfallen als auch zusätzliche Einnahmenpotenziale entstehen. Um die finanziellen Folgen für die Stadtkasse absehen zu können, hat die Stadt Kloten INFRAS mit einer Analyse der wirtschaftlichen und fiskalischen Folgen einer Umzonung Steinacker beauftragt.
Veränderungen bis 2055 im Detail aufgezeigt
Für die Analyse wurden die wirtschaftlichen und demografischen Folgen im Gebiet Steinacker abgeschätzt und mit Hilfe eines fiskalischen Simulationsmodels für den Finanzhaushalt der Stadt Kloten abgeschätzt. Die Berechnung zeigen detailliert die Veränderungen in sämtliche Einnahmen- und Ausgabenpositionen der Stadt Kloten bis 2055 auf.
Stadt Kloten profitiert finanziell von einer Umzonung Steinacker
Gemäss den Simulationsrechnungen würden mit einer Umzonung Steinacker die Ausgaben der Stadt Kloten bis 2055 um rund 24 Millionen Franken steigen, verglichen mit einer Situation ohne die Umzonung. Gleichzeitig liegen die Einnahmen 2055 jedoch um 29 Millionen Franken höher. Die für das Jahr 2055 zu erwartende finanzielle Situation der Stadt Kloten stellt sich mit einer Umzonung Steinacker somit um rund vier Millionen Franken besser dar, als wenn die Umzonung nicht erfolgt.
Es wird jedoch nicht nur für 2055 mit einem positiven fiskalischen Saldo gerechnet. Tatsächlich ergibt die Simulationsrechnung für jedes einzelne Jahr bis 2055 einen Einnahmenüberschuss. Kumuliert über den gesamten Zeitraum von 2025 bis 2055 ergeben sich Mehreinnahmen von fast 67 Millionen Franken.
Ergebnisse hängen erheblich von den Annahmen ab
Die Berechnungen sind hypothetisch und basieren auf zahlreichen Annahmen zur zukünftigen Entwicklung. Neben Fachwissen der Studienautorinnen und -autoren wurden allgemein zugängliche Daten und Informationen, zusätzliche interne Unterlagen der Stadt Kloten und Einsichten aus Expertengesprächen herangezogen, um die Simulationsrechnungen möglichst breit abzustützen. Dennoch verbleiben erhebliche Unsicherheiten.
Auch in konservativem Szenario gibt es 2055 ein Plus
Um den Unsicherheiten Rechnung zu tragen und insbesondere die Risiken für den Finanzhaushalt der Stadt Kloten aufzeigen zu können, wurde zusätzlich ein «Szenario tief» berechnet. Wirken sich die Unsicherheiten jeweils nachteilig für die Finanzen Klotens aus, resultiert für die Stadt Kloten ein finanziell weitgehend ausgeglichenes Bild. Im Jahr 2055 liegen die zusätzlichen Einnahmen um gut eine halbe Million Franken über den Zusatzausgaben. Kumuliert über den gesamten Zeitraum resultiert jedoch ein Ausgabenüberhang von 6 Millionen Franken.
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