Emissionen im Gebäudesektor

Umbau statt Abriss und Neubau: Lösungsansätze für weniger graue Emissionen

5. Oktober 2026

Im Gebäudesektor entsteht ein grosser Teil der CO2-Emissionen während der Bauphase. Ein wichtiger Hebel für die Senkung dieser grauen Emissionen sind Umbauten statt Ersatzneubauten. Für den Bund hat INFRAS nach Lösungen gesucht, um Hemmnisse für Umbauten und Sanierungen zu senken.


Je nach Lage, Gebäudecharakter oder Besitzstruktur sind die Hemmnisse zuungunsten eines Umbaus oder einer Sanierung anders. (Foto: Karsten Füllhaas / Unsplash)
Je nach Lage, Gebäudecharakter oder Besitzstruktur sind die Hemmnisse zuungunsten eines Umbaus oder einer Sanierung anders. (Foto: Karsten Füllhaas / Unsplash)

Mehr Sanierungen und Umbauten, weniger Ersatzneubauten – das ist ein wichtiger Hebel bei der Reduktion von grauen Emissionen im Gebäudesektor. Ein grosser Teil der CO2-Emissionen entstehen während der Bauphase. Eine Herausforderung sind aber wirtschaftliche, rechtliche und sozio-kulturelle Hemmnisse für einen Umbau oder eine Sanierung.

Für das Bundesamt für Energie (BFE), das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) sowie den Kanton Basel-Stadt hat INFRAS nach praxisnahen Lösungen gesucht, um die Hemmnisse und somit die grauen Emissionen senken zu können. Projektpartner sind Norm, ZHAW und UniDistance Suisse.

Unterschiedliche Wohnbauten – unterschiedliche Hürden

Die wichtigsten Erkenntnisse: Bestandserhalt ist ein zentraler Hebel für klimafreundliche Innenentwicklung und scheitert selten an einem einzelnen Faktor. Wirksame Lösungen erfordern einen Instrumentenmix.

Das Forschungsprojekt stellt zunächst die Frage, welche unterschiedlichen Ausgangslagen (z.B. Besitzstruktur, Gebäudecharakter, Lage) vorhanden sind, die den Entscheid zugunsten eines Umbaus oder eines Ersatzneubaus beeinflussen können. Diese Typen werden dann durch 3-D-Modellierung von repräsentativen Gebäuden veranschaulicht. In der Folge werden die spezifischen Hemmnisse je nach Ausgangslage analysiert, die gegen einen Umbau sprechen. Aufgrund dieser Typologisierung werden die Lösungsansätze für mehr Sanierung statt Ersatzneubau gesucht.

Damit diese Ansätze nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis funktionieren, brachte INFRAS Stakeholder aus Verwaltung, Immobilien- und Bauwirtschaft und Wissenschaft in einem Workshop zusammen. Gemeinsam wurden Lösungen erarbeitet, die auf unterschiedliche Gebäudetypen und Kontexte abgestimmt sind und direkt in der Planung, Umsetzung und im regulatorischen Rahmen Anwendung finden können.

Weitere Informationen:

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Projektteam

Jürg Füssler Geschäftsleiter, Partner
Lea Bächlin Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Stefan Kessler Bereichsleiter, Partner
Alexander Wunderlich Bereichsleiter, Partner
Nicolas Schmid Bereichsleiter, Partner

Projekt

Gebäude im Wandel: Lösungsvorschläge für mehr Umbau statt Ersatzneubau (LÖSUMBAU)

Laufzeit

2024 - 2026

Themen


Leistungen


Auftraggeber

Bundesamt für Energie (BFE), Bundesamt für Wohnungswesen (BWO), Kanton Basel-Stadt

Downloads


Kontakt

Nicolas Schmid Bereichsleiter, Partner