Das Ziel ist ein klarer Leitrahmen für die Energiepolitik des Kantons Graubünden: Für die Entwicklung der kantonalen Gesamtenergiestrategie bis 2050 unterstützt INFRAS den Kanton fachlich und prozessual. In einer Vorstudie hat INFRAS ausserdem bestehende Grundlagen analysiert und aufbereitet.
Der Regierungsrat des Kantons Graubünden hat 2022 beschlossen, eine Gesamtenergiestrategie zu erarbeiten. Ausgangslage dafür sind zahlreiche bestehende gesetzliche Grundlagen und Teilstrategien im oder mit Bezug zum Energiebereich.
INFRAS hat für das Amt für Energie und Verkehr (AEV) des Kantons Graubünden in einer Vorstudie eine Auslegeordnung dieser Inhalte vorgenommen. Aufbauend darauf wird nun die kantonale Gesamtenergiestrategie erarbeitet. INFRAS unterstützt das AEV über beide Projektphasen hinweg.
Einstufung von Themenbereich hilft zur Gewichtung
Die Themenbereiche der Vorstudie strukturieren sich in vier Hauptpfeiler:
- Angebotsseite
- Verteilung und Speicherung
- Nachfrageseite
- Querschnittsthemen
Ziel war es, bestehende Grundlagen zu identifizieren und deren Relevanz für die Energiestrategie zu bewerten. Es wurden Abhängigkeiten und Koordinationsbedarf zwischen den Themenbereichen sichtbar gemacht, und es wurden Ziel- und Nutzungskonflikte diskutiert.
Dazu hat INFRAS eine Einstufung vorgenommen und die definierten Themenbereiche bezüglich Relevanz für die Gesamtenergiestrategie (GES) und des voraussichtlichen Koordinationsbedarfs kategorisiert.
Das Ergebnis ist eine Übersicht, die eine gezielte Schwerpunktsetzung ermöglicht. Die Vorstudie schafft damit eine Basis für die anschliessende Strategieerarbeitung.
Die Strategie soll energiepolitische Leitplanken vorgeben
Aufbauend auf den Ergebnissen der Vorstudie wird nun die kantonale Gesamtenergiestrategie erarbeitet. Sie soll übergeordnete energiepolitische Ziele bis 2050 setzen. Zu den Zielen werden Stossrichtungen festgelegt und Massnahmen in den Handlungsfeldern des Kantons definiert. Ziel ist es, eine klare Strategie als Orientierungsrahmen für die energiepolitische Ausrichtung des Kantons Graubünden zu schaffen, sowie einen wirkungsorientierten Massnahmenplan zu deren Umsetzung.
INFRAS als fachliche und prozessuale Partnerin
In der laufenden Strategieerarbeitung übernimmt INFRAS verschiedene Aufgaben:
- Projektmanagement
- Erarbeitung eines Energiemodells zur vereinfachten Darstellung des Bündner Energiesystems
- Leitung einer breit aufgestellten Begleitgruppe
- Führen von Interviews zur Einbindung unterschiedlicher Perspektiven
- Konzeption und Moderation von Workshops
- Vorbereitung fachlicher Inputs
- Erstellung des Strategieberichts.
Mit dieser Herangehensweise werden fachliche Tiefe und ein breit abgestützter Strategieprozess miteinander verbunden.
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