Unternehmensflotten elektrifizieren

Ladebedarfsrechner: Vom Bauch­gefühl zur belast­baren Ent­scheidungs­grundlage

9. März 2026

Eine E-Auto-Flotte lohnt sich für ein Unternehmen oft nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich. Zur Elektrifizierung sind einfache, robuste Kennzahlen als erste Entscheidungsgrundlage wichtig. INFRAS hat mit dem Schweizer Mobilitätsverband dazu einen Leitfaden und ein Ladebedarfsrechner als Excel-Tool entwickelt.


Elektrische Firmenflotten lohnen sich nicht nur ökologisch, sondern rechnen sich oft auch wirtschaftlich. (Foto: Pixabay)
Elektrische Firmenflotten lohnen sich nicht nur ökologisch, sondern rechnen sich oft auch wirtschaftlich. (Foto: Pixabay)

Stellen Sie sich Lisa vor: Sie ist Flottenmanagerin eines mittelgrossen Unternehmens, und sie steht vor der Frage, wie sie ihre Fahrzeugflotte sinnvoll elektrifizieren kann. Denn für eine Elektrifizierung sprechen einige Gründe. Für die konkrete Umsetzung der Elektrifizierung stellen sich Lisa aber wichtige Fragen zu Reichweite, Anzahl nötiger Ladepunkte, Netzanschluss und Kosten.

Hier begleiten wir Lisa in ihrem Planungs- und Umsetzungsprozess:


Darstellung: INFRAS
Darstellung: INFRAS

Als Werkzeugkasten auf dem Weg zur E-Auto-Flotte steht Flottenmanagerin Lisa ein Leitfaden und ein neues Excel-Tool «Ladebedarfsrechner für Flotten» zur Verfügung. INFRAS hat diese mit Unterstützung des Schweizer Mobilitätsverbands für LadenPunkt des Bundesamts für Energie entwickelt.

Planung berücksichtigt Fahrzeuge und Ladepunkte

Lisa geht das Projekt in einem Fahrplan mit insgesamt sechs Etappen an. Zunächst prüft sie im vierstufigen Planungsprozess die Machbarkeit. Die vier Stufen der Planung beinhalten:

  • Flottenanalyse durchführen
  • Umsetzungsziele definieren
  • Stakeholder einbinden
  • Ladekonzept erarbeiten

Die Analyse beinhaltet Elemente wie die Segmentierung der bestehenden Flotte, die Fahr- und Nutzungsprofile aber auch Ladeoptionen.

Für die Abschätzung des Ladebedarfs, der Anzahl Ladepunkte, der nötigen Anschlussleistung – aber auch der groben Kosten und der CO2-Einsparungen greift Lisa zum Excel-Tool «Ladebedarfsrechner für Flotten». Dieses ermöglicht ihr eine schnelle Ersteinschätzung innert weniger Minuten.


Darstellung: INFRAS
Darstellung: INFRAS

Früh denkt Lisa in ihrem Fahrplan auch an das Change Management, um bei den Mitarbeitenden allfällige Widerstände zu reduzieren und die Motivation zu fördern.

Umsetzung denkt insbesondere an Mitarbeitende

Stehen Umsetzungsziele und Ladekonzept für die Elektrifizierung der Unternehmensflotte, geht es für Flottenmanagerin Lisa um die Umsetzung. Im sechsstufigen Fahrplan sind das die Etappen fünf und sechs:

  • Umsetzungsplan erstellen
  • Evaluieren und berichten

Ein klarer Umsetzungsplan erleichtert allen Beteiligten im Unternehmen die Zusammenarbeit. Ausserdem prüft Lisa die gesetzten Umsetzungsziele und wertet die gesammelten Erfahrungen aus.

Der Leitfaden und das Excel-Tool haben es Lisa ermöglicht, die Elektrifizierung ihrer Flotte gut zu planen und effizient umzusetzen. Auch deshalb ist Akzeptanz im Unternehmen für die neuen E-Autos hoch – und die neue Fahrzeugflotte bringt nicht nur CO2- sondern unter dem Strich auch Kosteneinsparungen.

Weitere Informationen:

Projektteam

Julien McTighe Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in
Lea Bächlin Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Roberto Bianchetti Bereichsleiter, Partner

Projekt

Ladebedarfsrechner für Flotten

Laufzeit

2025 - 2026

Themen


Leistungen


Auftraggeber

LadenPunkt, Bundesamt für Energie (BFE)

Downloads


Kontakt

Roberto Bianchetti Bereichsleiter, Partner