Wie lassen sich gute Klimaideen schneller in die Praxis umsetzen? Mit dem Förderprogramm KlimUp unterstützt die Stadt Zürich Start-ups und gemeinnützige Organisationen bei der Entwicklung und Umsetzung klima- und ressourcenrelevanter Projekte. Eine Zwischenevaluation von INFRAS zeigt, dass das Programm eine wichtige Förderlücke schliesst.
Die Erreichung der städtischen Klima- und Ressourcenziele erfordert Beiträge über das direkte Verwaltungshandeln hinaus. Mit KlimUp fördert die Stadt Zürich deshalb seit 2024 Start-ups in frühen Entwicklungsphasen sowie gemeinnützige Organisationen mit innovativen Projekten und Angeboten. Die Umsetzung erfolgt gemeinsam durch den Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich sowie die Stadtentwicklung Zürich.
Im Auftrag des Umwelt- und Gesundheitsschutzes (UGZ) der Stadt Zürich hat INFRAS eine Zwischenevaluation durchgeführt: Sie liefert eine Zwischenbilanz zur Konzeption, Umsetzung und Wirkung des Pilotprogramms. Für die Zwischenevaluation kombinierte INFRAS Dokumenten- und Datenanalysen mit qualitativen Interviews.
Bewährte Umsetzung mit Optimierungspotenzial
Bis Ende 2025 wurden in fünf Förderrunden 564 Gesuche eingereicht und 68 Vorhaben unterstützt. Die Gesuche werden in einem mehrstufigen Verfahren unter Einbezug interner und externer Fachpersonen beurteilt. Die Evaluation bewertet diese Struktur als fachlich breit abgestützt, transparent und grundsätzlich nutzerfreundlich. Gleichzeitig zeigt die Analyse Möglichkeiten für eine Weiterentwicklung auf, etwa bei der Abgrenzung einzelner Fördergefässe, der Kommunikation von Förderentscheiden sowie der Berichterstattung über erzielte Wirkungen.
Erste Wirkungen sichtbar, langfristiges Potenzial hoch
Die Evaluation zeigt, dass KlimUp eine relevante Lücke in der Förderlandschaft schliesst. Das Programm richtet sich an Akteure, die mit Technologien, Dienstleistungen oder gemeinnützigen Angeboten einen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und zur intelligenten Ressourcennutzung leisten können.
Die Förderung von Start-ups in einer sehr frühen Entwicklungsphase wird als zweckmässig beurteilt, weil private Finanzierungsquellen in diesem Stadium häufig noch zurückhaltend sind. Auch die Projektförderung für gemeinnützige Organisationen erweist sich als wichtiges Instrument zur Unterstützung von Bildungs-, Sensibilisierungs- und Vernetzungsangeboten sowie von Vorhaben in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Reparatur, Wiederverwendung oder nachhaltige Ernährung. Solche gemeinnützige Vorhaben können oft nicht verlässlich über Marktmechanismen oder bestehende Förderquellen finanziert werden.
Insgesamt macht die Evaluation deutlich, dass KlimUp unterschiedliche Akteursgruppen erfolgreich mobilisiert und damit die klima- und ressourcenpolitischen Ziele der Stadt Zürich ergänzt.
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