Dank der SCCER ist die Energieforschung heute besser vernetzt

22. November 2019

Nach ihrem Aufbau in den Jahren 2013 bis 2016 sollen die acht interuniversitär ver­netzten Forschungskompetenzzentren, die «Swiss Competence Centers for En­er­gy Research» (SCCER), bis Ende 2020 konsolidiert und gestärkt werden. Eine Zwi­schen­bi­lanz.


Hochschulen bei der Energieforschung vernetzen: Das ist eines der Ziele des «Förderprogramms Energie» von Innosuisse. (Foto: Keystone-SDA)
Hochschulen bei der Energieforschung vernetzen: Das ist eines der Ziele des «Förderprogramms Energie» von Innosuisse. (Foto: Keystone-SDA)

Mit dem «Förderprogramm Energie» will der Bund die Energieforschung stärken und da­mit die Umsetzung der Energiestrategie 2050 unterstützen. Ein zentraler Bestandteil des Förderprogramms ist der Aufbau von acht interuniversitär vernetzten For­schungs­kom­pe­tenz­zentren, den «Swiss Competence Centers for Energy Research» (SCCER). Wäh­rend der Schwerpunkt der ersten Förderperiode (2013 bis 2016) auf dem Aufbau der SCCER lag, sollen die SCCER und die Zusammenarbeit in der zweiten Förderperiode bis 2020 konsolidiert und gestärkt werden.

Ein Konsortium aus verschiedenen Forschungsbüros, darunter INFRAS, hat im Auftrag von Innosuisse untersucht, ob die Ziele des Förderprogramms Energie erreicht wurden (Be­gleit­for­schung der SCCER). Aus der Dokumentenanalyse, den Interviews mit in­vol­vier­ten For­schungs­in­sti­tu­tio­nen sowie einer Online-Befragung der Umsetzungspartner zie­hen sie im Rückblick auf 2017 bis 2019 folgende Schlüsse:

  • Das Förderprogramm Energie hat zu weiteren Fortschritten bei der Zusammenarbeit zwischen Forschungsinstituten und wissenschaftlichen Disziplinen geführt. Die Fach­hoch­schulen konnten bedeutend stärker in die Energieforschung eingebunden wer­den.
  • Der Wissens- und Technologietransfer in der Energieforschung hat sich verstärkt. Zen­tra­ler Pfeiler des Wissens- und Technologietransfers ist die Zusammenarbeit von Hochschulen und Umsetzungspartnern in konkreten Forschungsprojekten.
  • Dank dem Förderprogramm Energie wurden zusätzliche Forschungskapazitäten auf­ge­baut. So wird zu Energiethemen heute mehr geforscht, besser koordiniert und ver­mehrt auch interdisziplinär zusammengearbeitet.

Mit Blick auf die Phase nach 2020 zeigen die Untersuchungsergebnisse, dass in Er­gän­zung zu eigenen Anstrengungen der Hochschulen ein Förderinstrument des Bundes er­for­derlich sein wird. Ansonsten können die aufgebauten Forschungskapazitäten und Netz­werke nicht erhalten und erst recht nicht zusätzlich gestärkt werden. Letzteres ist aber nötig, damit die Energieforschung auch über 2020 hinaus den nötigen Beitrag an die Energiestrategie leisten kann.

Die INFRAS-Berichte im Überblick: Synthesis, Final report Module 3a, Final report Module 4. Weitere Informationen zur Begleitforschung der SCCER finden Sie hier.

SCCER Accompanying Research 2017–2019


Auftraggeber

Innosuisse - Schweizerische Agentur für Innovationsförderung

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Kontakt

Rolf Iten Geschäftsleiter, Partner
rolf.iten@infras.ch

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