Ein Stadtfest zu stemmen ist anspruchsvoll. Um abzuklären, welche Organisationen für das künftige «Züri Fäscht» infrage kommen, hat die Stadt Zürich INFRAS mit einer Marktanalyse beauftragt. Sie zeigt, welche Anforderungen erfüllt werden müssen und wo Grenzen bestehender Trägerschaftsmodelle liegen. Ausserdem bietet die Analyse eine transparente Entscheidungsgrundlage zur Wahl der Trägerschaft.
Wie sieht das «Züri Fäscht» in Zukunft aus? 2023 fand das Zürcher Stadtfest letztmals in seiner bisherigen Form als zentraler Anlass statt. Gesucht wurde ein Nachfolgekonzept und eine Trägerschaft dafür.
Nachdem die Stadt Zürich neue Szenarien für ein künftiges Stadtfest entwickeln liess, hat sie INFRAS beauftragt, das Marktpotenzial möglicher Trägerschaften zu untersuchen. Ziel war es, geeignete Organisationen zu identifizieren, die ein solches Vorhaben langfristig und im öffentlichen Interesse umsetzen können.
Hohe Anforderungen an Trägerschaft
Die Organisation eines Stadtfests mit breiter Ausstrahlung stellt hohe Anforderungen an die Trägerschaft. Dazu zählen die strategische Verankerung des Anlasses, Erfahrung mit Grossveranstaltungen, ein glaubwürdiger Bezug zur Stadt Zürich, zu ihrem Milizsystem und ihrer Freiwilligenarbeit sowie das notwendige finanzielle und organisatorische Know-how. Ein zentrales Ergebnis der Marktanalyse ist die Bedeutung des lokalen Bezugs.
Ein weiteres wichtiges Kriterium: Eine Trägerschaft soll die Interessen der gesamten Bevölkerung berücksichtigen und nicht gewinnorientiert handeln. Die Untersuchung zeigt, dass privatwirtschaftliche Akteure nur beschränktes Interesse an der Übernahme einer Gesamtträgerschaft haben.
Die Kombination der Anforderungen schränkt den Kreis potenzieller Träger deutlich ein. Der Verein Zürcher Volksfeste VZV – auch Träger der letzten «Züri-Fäscht»-Ausgaben – erfüllt den breiten Anforderungskatalog am besten und wurde auch vom Zürcher Stadtrat als neue Trägerschaft definiert.
Transparente und belastbare Entscheidungsgrundlage
Für die Marktabklärung analysierte INRAS vergleichbare Grossanlässe in Zürich, der deutschsprachigen Schweiz sowie im benachbarten Ausland. Es wurden die konkreten Trägerschaften, ihre Rechtsformen, Organisationsmodelle sowie die Rolle der öffentlichen Hand untersucht.
Auf Grundlage dieser Analyse entwickelte INFRAS anschliessend Anforderungskriterien für eine künftige Trägerschaft und bewertete potenzielle Organisationen hinsichtlich ihrer fachlichen, organisatorischen und finanziellen Eignung. So entstand eine transparente und belastbare Entscheidungsgrundlage für die zukünftige Trägerschaft des Zürcher Stadtfests.
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