Nicht nur kulturelle Leuchttürme sondern auch wirtschaftliche Taktgeber: Subventionierte Kulturinstitutionen in Winterthur führen schweizweit zu 166 Millionen Franken Bruttowertschöpfung. Eine Studie von INFRAS zeigt diese direkten, indirekten und induzierten Effekte systematisch auf und macht so die ökonomische Bedeutung der Winterthurer Kultur sichtbar.
Kulturinstitutionen prägen das kulturelle und gesellschaftliche Leben einer Stadt. Sie sind aber auch wirtschaftlich relevant: zum Beispiel als Arbeitgeber oder als Auftraggeber für lokales Gewerbe.
Um diese wirtschaftlichen Wirkungen systematisch zu erfassen und sichtbar zu machen, hat INFRAS im Auftrag der «Kulturlobby Winterthur» die ökonomischen Effekte von 27 subventionierten und städtischen Kulturinstitutionen in Winterthur und deren Bedeutung für Wertschöpfung und Beschäftigung untersucht. Neben den direkten Effekten der Institutionen selbst standen dabei auch indirekte und induzierte Effekte sowie Auswirkungen durch Ausgaben der Besuchenden im Fokus.
Direkte Wertschöpfung bei 38 Millionen Franken
2024 hat die Stadt Winterthur rund 21 Mio. CHF an Subventionen an ein breites Spektrum von Institutionen ausgerichtet. Die Ergebnisse zeigen, dass die untersuchten Kulturinstitutionen im selben Jahr eine direkte Bruttowertschöpfung von rund 38 Mio. CHF generierten und etwa 390 Vollzeitäquivalente beschäftigten. Über indirekte Effekte bei Zulieferern sowie induzierte Effekte durch Konsumausgaben entstehen zusätzliche wirtschaftliche Impulse von insgesamt rund 66 Mio. CHF.
Winterthurer Kulturinstitutionen mit schweizeiten Effekten
Weitere Effekte lösen die rund 900’000 jährlichen Besuchenden der Kulturinsitutionen durch ihre Ausgaben aus: Insbesondere für Gastronomie, Einkäufe oder Übernachtungen. Diese führen zu zusätzlichen indirekten und induzierten Effekten. Insgesamt ergeben sich daraus schweizweit weitere Effekte von rund 62 Mio. CHF Bruttowertschöpfung und rund 480 Vollzeitäquivalenten.
Somit hängen schweizweit total rund 166 Millionen Franken Bruttowertschöfpung und etwa 1’240 Vollzeitäquivalente mit den Aktivitäten der Winterthurer Kulturinstitutionen zusammen
Wirkungsanalyse auf Basis umfassender Datenerhebungen
Die Datengrundlage für die INFRAS-Studie bilden zwei zentrale Erhebungen: Zum einen lieferten alle einbezogenen Kulturinstitutionen Angaben zu ihren Erträgen und Aufwendungen. Zum anderen wurde eine Online-Befragung unter den Besuchenden durchgeführt, um deren zusätzliche Konsumausgaben zu erfassen. Für die Modellierung der indirekten und induzierten Effekte hat INFRAS ergänzend volkswirtschaftliche Statistiken und Input-Output-Tabellen herangezogen.
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