Strassenverkehr in Kenia: Massnahmen zur CO2-Reduktion

20. Dezember 2018

Mehr Fahrzeugneuzulassungen und steigende Bevölkerungszahlen: Bis 2050 wird der Strassenverkehr in Kenia gemessen an den Fahrzeugkilometern rasant wachsen. Damit nehmen auch die Treibhausgasemissionen zu. Im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat INFRAS das CO2-Reduktionpotenzial von vier Stossrichtungen im kenianischen Verkehrssektor berechnet: der Verkehrsver­lage­rung von der Strasse auf die Schiene, effizientere Passagierfahrzeugflotten, elektrifi­zierte Fahrzeugflotten und ein effizient gestalteter Güterverkehr. Massnahmen für einen effizienteren Güterverkehr haben den Annahmen zufolge das grösste Einsparpo­ten­zial. Gegenüber einem Grundszenario für den gesamten Strassenverkehr liesse sich der Ausstoss an CO2-Äquivalenten mit dieser Massnahme um mehr als 6 Prozent reduzieren. Das CO2-Reduktionpotenzial einer elektrifizierten Fahrzeugflotte hängt hingegen stark vom verwendeten Strommix ab.


Der Strassenverkehr in Kenia wächst rasant: Allein die Zahl der neu registrierten Passagierfahrzeuge könnte Prognosen zufolge im Jahr 2050 das fünffache des heutigen Werts betragen. (Foto: Keystone)
Der Strassenverkehr in Kenia wächst rasant: Allein die Zahl der neu registrierten Passagierfahr­zeuge könnte Prognosen zufolge im Jahr 2050 das fünffache des heutigen Werts betragen. (Foto: Keystone)

Hintergrund: Ein Methodenpapier von INFRAS erläutert die Berechnungen und Annahmen zum Reduktionspotenzial ausgewählter Massnahmen im Transportsektor, die im Rahmen des «National Climate Change Action Plan» (NCCAP) für Kenia identifiziert worden sind, für den Zeitraum 2015 bis 2050. Das Handbuch Emissionsfak­toren des Strassenverkehrs (HBEFA) war für das Methodenpapier eine wichtige Datengrundlage. Die Analyse ist Teil des Projekts «Advancing Transport Climate Strate­gies» (TraCS). Darin erarbeiten das kenianische Transportministerium und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) verschiedene Klima­schutz­massnahmen.

Greenhouse gas emissions from the transport sector: Mitigation options for Kenya


Auftraggeber

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ

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Kontakt

Benedikt Notter Projektleiter
benedikt.notter@infras.ch

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