Strategie Planen und Bauen

Den Untergrund der Stadt Zürich nachhaltig nutzen

13. Oktober 2026

Gebäude, Werkleitungen, Energieversorgung, Verkehrsinfrastrukturen, Regenwassermanagement und Stadtbäume: Im Untergrund der Stadt Zürich treffen immer mehr Nutzungsansprüche aufeinander. INFRAS hat das Amt für Städtebau bei der Erarbeitung einer Strategie unterstützt, die diese Ansprüche frühzeitig koordiniert und die Ressource Untergrund langfristig sichert.


Der Untergrund als Ressource: Der Stadttunnel war einst als Expresstrasse für Autos geplant, mittlerweile ist er eine wichtige Velo-Achse – hier im Bild vor Baubeginn. (Foto: Keystone / Ennio Leanza)
Der Untergrund als Ressource: Der Stadttunnel war einst als Expresstrasse für Autos geplant, mittlerweile ist er eine wichtige Velo-Achse – hier im Bild vor Baubeginn. (Foto: Keystone / Ennio Leanza)

Mit der Siedlungsentwicklung nach innen sowie den Zielen der Klima- und Energiepolitik steigt der Druck auf den Untergrund. Unterkellerungen, thermische Netze, Erdwärmesonden und weitere Infrastrukturen konkurrieren zunehmend mit dem Schutz von Grundwasser und Boden sowie mit dem Raumbedarf für Bäume und Regenwasser.

Eine neue, behördenanweisende Strategie schafft einen gemeinsamen Orientierungsrahmen für die städtischen Dienstabteilungen. Sie zeigt, wie Zielkonflikte transparent und frühzeitig bearbeitet werden können. INFRAS begleitete den Strategieprozess fachlich und methodisch.

Ansprüchen begegnen mit fünf Handlungsfeldern

Gemeinsam mit den beteiligten städtischen Ämtern entstanden eine Vision, fünf strategische Ziele und die dazugehörigen Handlungsfelder. Im Zentrum stehen umweltverträgliches und resilientes Bauen, die langfristige Abstimmung ober- und unterirdischer Raumansprüche, gut koordinierte Planungsprozesse, bedarfsgerechte Daten- und Informationsgrundlagen sowie transparente und faire Finanzierungsmodelle. Der Untergrund als knappe Ressource kann so zu einer zentralen Grundlage für die nachhaltige Entwicklung der dicht besiedelten Stadt werden.

Von der Strategie zur flexiblen Umsetzung

Konkrete Massnahmen werden in einer rollenden Umsetzungsagenda gebündelt und regelmässig weiterentwickelt. Ausserdem wird für die Umsetzung die bisherige Arbeitsgruppe in eine ständige Koordinationsgruppe überführt. Sie begleitet die Massnahmen, fördert den Erfahrungsaustausch zwischen den Dienstabteilungen und nimmt neue Herausforderungen auf.

Ein Monitoring im Zweijahresrhythmus und ein Controlling alle vier Jahre stellen sicher, dass Strategie und Massnahmen an veränderte Rahmenbedingungen angepasst werden.

Weitere Informationen:

Projektteam

Janina Noack Junior Projektleiterin
Thomas von Stokar Geschäftsleiter, Partner
Roman Frick Geschäftsleiter, Partner

Projekt

​Strategie Planen und Bauen im Untergrund​

Laufzeit

2025 - 2026

Themen


Leistungen


Auftraggeber

Stadt Zürich, Amt für Städtebau

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Kontakt

Roman Frick Geschäftsleiter, Partner