Gebäude, Werkleitungen, Energieversorgung, Verkehrsinfrastrukturen, Regenwassermanagement und Stadtbäume: Im Untergrund der Stadt Zürich treffen immer mehr Nutzungsansprüche aufeinander. INFRAS hat das Amt für Städtebau bei der Erarbeitung einer Strategie unterstützt, die diese Ansprüche frühzeitig koordiniert und die Ressource Untergrund langfristig sichert.
Mit der Siedlungsentwicklung nach innen sowie den Zielen der Klima- und Energiepolitik steigt der Druck auf den Untergrund. Unterkellerungen, thermische Netze, Erdwärmesonden und weitere Infrastrukturen konkurrieren zunehmend mit dem Schutz von Grundwasser und Boden sowie mit dem Raumbedarf für Bäume und Regenwasser.
Eine neue, behördenanweisende Strategie schafft einen gemeinsamen Orientierungsrahmen für die städtischen Dienstabteilungen. Sie zeigt, wie Zielkonflikte transparent und frühzeitig bearbeitet werden können. INFRAS begleitete den Strategieprozess fachlich und methodisch.
Ansprüchen begegnen mit fünf Handlungsfeldern
Gemeinsam mit den beteiligten städtischen Ämtern entstanden eine Vision, fünf strategische Ziele und die dazugehörigen Handlungsfelder. Im Zentrum stehen umweltverträgliches und resilientes Bauen, die langfristige Abstimmung ober- und unterirdischer Raumansprüche, gut koordinierte Planungsprozesse, bedarfsgerechte Daten- und Informationsgrundlagen sowie transparente und faire Finanzierungsmodelle. Der Untergrund als knappe Ressource kann so zu einer zentralen Grundlage für die nachhaltige Entwicklung der dicht besiedelten Stadt werden.
Von der Strategie zur flexiblen Umsetzung
Konkrete Massnahmen werden in einer rollenden Umsetzungsagenda gebündelt und regelmässig weiterentwickelt. Ausserdem wird für die Umsetzung die bisherige Arbeitsgruppe in eine ständige Koordinationsgruppe überführt. Sie begleitet die Massnahmen, fördert den Erfahrungsaustausch zwischen den Dienstabteilungen und nimmt neue Herausforderungen auf.
Ein Monitoring im Zweijahresrhythmus und ein Controlling alle vier Jahre stellen sicher, dass Strategie und Massnahmen an veränderte Rahmenbedingungen angepasst werden.
Weitere Informationen: