Umwelt- und Wirtschaftsstatistik verknüpft: Der Ansatz der Greenhouse Gas Emission Accounts wertet die Treibhausgasemissionen nach wirtschaftlichen Aktivitäten aus. INFRAS hat für Eurostat dazu Daten analysiert und aufbereitet. Die wirtschaftsbezogene Perspektive auf Emissionen ermöglicht, Waren und Dienstleistungen einen Treibhausgas-Fussabdruck zuzuordnen.
Die Analyse von Treibhausgasemissionen erfolgt üblicherweise entlang von Emissionsquellen und Sektoren. Anders der Ansatz der Greenhouse Gas Emission Accounts: Hier werden Emissionen wirtschaftlichen Aktivitäten gemäss volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung zugeordnet.
Zusammen mit der Wirschaftsuniversität Wien (WU Wien) und Ecologic hat INFRAS für Eurostat den Online-Bericht zu den Greenhouse Gas Emission Accounts der EU konzipiert und strukturiert. Für die beiden zentralen Kapitel «GHG emissions by economic activity» und «GHG emissions and gross value added» hat INFRAS zudem die Daten analysiert und interpretiert. Der Online-Bericht ist interaktiv und erlaubt die nutzerdefinierte Darstellung grosser Datenmengen.
Grundlage für produktbezogene Fussabdrücke
Die Greenhouse Gas Emission Accounts ermöglichen neue Einblicke in die Zusammenhänge zwischen wirtschaftlicher Leistung und Umweltbelastung. Sie schaffen eine wichtige Grundlage für weiterführende Analysen, etwa zum CO2-Fussabdruck von Produkten. Es wird sichtbar, welche Branchen direkt und indirekt zur Emissionsentwicklung beitragen.
Verknüpfung von Emissionen und Wertschöpfung
Gleichzeitig erlaubt der Ansatz der Greenhouse Gas Emission Accounts eine konsistente Verknüpfung von Umweltbelastung mit bestehenden volkswirtschaftlichen Kennzahlen. Es wird eine Gegenüberstellung von Emissionen und Bruttowertschöpfung innerhalb der EU und der einzelnen Mitgliedsstaaten möglich. Diese Betrachtung macht transparent, wie emissionsintensiv einzelne wirtschaftliche Aktivitäten im Verhältnis zu ihrer wirtschaftlichen Leistung sind.
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