Evaluation «Additive Tagesschule Stadt Luzern»

Wie Eltern und Schulpersonal das Tagesschulangebot in Luzern bewerten

11. Januar 2021

Die Eltern von Schulkindern in Luzern sind mehrheitlich zufrieden mit den städtischen Tagesschulen. Insgesamt übersteigt die Nachfrage das Be­treu­ungs­an­ge­bot aber deutlich. Das zeigt eine Befragung von INFRAS im Auf­trag der Volksschule Stadt Luzern, an der über 800 Eltern teilgenommen haben.


Schülerin macht Hausaufgaben: Neben Verpflegungs- und Freizeitangeboten bieten die Tagesschulen in Luzern auch Hausaufgabenbetreuung an. (Foto: Keystone-SDA)
Schülerin macht Hausaufgaben: Neben Verpflegungs- und Freizeitangeboten bieten die Tagesschulen in Luzern auch Hausaufgabenbetreuung an. (Foto: Keystone-SDA)

In der Stadt Luzern können Eltern von Kindergarten- und Primaschulkindern aus drei verschiedenen schulergänzenden Angeboten wählen: Morgen-, Mit­tags- und Nachmittagsbetreuung. Seit 2010 hat die Stadt das Modell der so­ge­nann­ten additiven Tagesschule stark ausgebaut. Wie bewerten die Eltern und involvierten schulischen Akteure das bestehende Angebot? Und mit welcher Nachfrageentwicklung ist künftig zu rechnen? Das hat INFRAS im Auftrag der Volksschule Stadt Luzern evaluiert.

Über 800 Teilnehmende an Online-Befragungen

Für die Evaluation haben die StudienautorInnen – neben Interviews und Fo­kus­grup­pen­ge­sprä­chen mit schulischen Akteuren – eine Online-Befragung unter Eltern in Luzern durchgeführt. Mehr als 800 Personen haben Anfang 2020 daran teilgenommen. Darunter waren sowohl Eltern, deren Kinder Betreuung nutzen, als auch solche, die von dem Angebot keinen Gebrauch machen sowie Eltern mit Kindern im Vorschulalter. In der Befragung wurde unter anderem erhoben, wie gross der ungedeckte Betreuungsbedarf ist und wie Eltern auf Ver­än­de­run­gen von Preisen und anderen Angebotsmerkmalen reagieren würden.

Hohe Zufriedenheit der Eltern, aber zu wenig Betreuungsplätze

«Die befragten Eltern sind mit der Betreuung in der additiven Tagesschule gross­mehr­heit­lich zufrieden», fasst INFRAS-Bereichsleiterin Susanne Stern die Resultate zusammen. Besonders positiv beurteilen die Teilnehmenden die Qua­li­tät der schulergänzenden Betreuung: Mehr als 90 Prozent finden, dass die Be­treu­ungs­per­son­en aufmerksam und wertschätzend mit den Kindern umgehen. Die Evaluation zeigt aber auch Optimierungspotenzial auf. Stern: «Das be­ste­hen­de Angebot deckt die derzeitige Nachfrage nicht. Wir empfehlen daher, die Betreuungskapazitäten schrittweise auszubauen. Dereinst könnten bis zu 70 Prozent aller Schulkinder ein Betreuungsangebot beanspruchen.»

Weitere Informationen:

Projektteam

Susanne Stern Bereichsleiterin, Partnerin
Stephanie Schwab Cammarano Projektleiterin
Andrea von Dach Schultheiss Projektleiterin
Rolf Iten Geschäftsleiter, Partner

Projekt

Evaluation «Additive Tagesschule Stadt Luzern»

Laufzeit

2019 - 2020

Themen


Leistungen


Auftraggeber

Rektorat Volksschule Luzern

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Kontakt

Susanne Stern Bereichsleiterin, Partnerin