Fernverkehr Schweiz – Frankreich

Wie die Bahn im ökologischen Vergleich abschneidet

10. Juni 2021

Von Genf nach Paris mit dem Flugzeug, dem Pkw – oder doch lieber mit der Bahn? Im Auftrag von TGV Lyria hat INFRAS die Umwelt- und Unfallkosten sowie die Klimabilanz verschiedener Verkehrsmittel auf fünf Fernverkehrsverbindungen zwischen der Schweiz und Frankreich berechnet.


Von der Schweiz nach Frankreich: Auf den untersuchten Strecken schneidet die Bahn im ökologischen Vergleich am besten ab. (Foto: Keystone-SDA)
Von der Schweiz nach Frankreich: Auf den untersuchten Strecken schneidet die Bahn im ökologischen Vergleich am besten ab. (Foto: Keystone-SDA)

Rund zehn Mal höher als mit der Bahn: So hoch fallen die durchschnittlichen externen Umwelt-, Unfall und Gesundheitskosten pro Person auf der Verbindung von Genf nach Paris bei einer Fahrt mit dem Pkw aus. Zum Vergleich: Reisen mit dem Fernbus verursachen pro Person mehr als doppelt so hohe externe Kosten wie mit der Bahn respektive dem TGV, beim Elektro-Pkw oder Flugzeug betragen sie im Vergleich etwa das Acht- bis Neunfache. Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt eine Studie von INFRAS im Auftrag von TGV Lyria.

Der Verkehrsträgervergleich umfasst vier Parameter

Für die Studie hat INFRAS berechnet, wie Bahn, Fernbus, Flugzeug und Pkw (Elektro und konventionell) auf fünf konkreten Verbindungen zwischen der Schweiz und Frankreich ökologisch abschneiden. Der Vergleich umfasst die quantitativen Bilanzen der verschiedenen Verkehrsträger auf den Strecken Genf-Paris, Zürich-Paris, Basel-Paris, Lausanne-Paris sowie Genf-Marseille auf. Vier Parameter stehen im Fokus:

  • Klimabilanz (Treibhausgasemissionen, «CO2-Bilanz»)
  • Energiebilanz
  • Umwelt- und Unfallkosten
  • Zeitnutzen (produktiv nutzbare Reisezeit)

In der Gesamtbilanz schneidet die Bahn am besten ab

Die Berechnungen umfassen neben den Klima- und Umweltbilanzen der Hauptrouten auch die der Vor- und Nachläufe der jeweiligen Verkehrsträger. Das sind beispielsweise die Fahrten von und zu den Bahnhöfen oder Flughäfen. «Auf den betrachteten Fernverkehrsrelationen schneidet die Bahn respektive der TGV verglichen mit den anderen Verkehrsträgern in allen untersuchten Bereichen am besten ab», fasst INFRAS-Projektleiter Cuno Bieler die Studienergebnisse zusammen: «Trotz der fortschreitendenden Elektrifizierung im Strassenverkehr ist davon auszugehen, dass die Bahn auf den untersuchten Strecken auch in den kommenden Jahren einen deutlichen Umweltvorteil gegenüber Elektro-Autos behalten wird.»


Die Abbildung zeigt die Umwelt- und Unfallkosten nach Verkehrsträger pro Person und Fahrt auf der Relation Genf – Paris. Entlang diverser Diagramme zeigt die Studie detailliert auf, wie die Bilanzen der analysierten Verkehrsträger insgesamt und auf den untersuchten Relationen zwischen der Schweiz und Frankreich ausfallen. (Grafik: INFRAS).
Die Abbildung zeigt die Umwelt- und Unfallkosten nach Verkehrsträger pro Person und Fahrt auf der Relation Genf – Paris. Entlang diverser Diagramme zeigt die Studie detailliert auf, wie die Bilanzen der analysierten Verkehrsträger insgesamt und auf den untersuchten Relationen zwischen der Schweiz und Frankreich ausfallen. (Grafik: INFRAS).

Weitere Informationen

Projektteam

Cuno Bieler Projektleiter
Daniel Sutter Geschäftsleiter, Partner

Projekt

Ökologischer Verkehrsträgervergleich auf ausgewählten Relationen

Laufzeit

2019 - 2021

Themen


Leistungen


Auftraggeber

TGV Lyria

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Kontakt

Cuno Bieler Projektleiter