Wie verändert der Klimawandel die Schweiz und was lässt sich daraus für den Umgang mit Klimarisiken ableiten? Im Programm NCCS-Impacts des Bundes hat INFRAS dabei unterstützt, die fachlichen Grundlagen aus verschiedenen Teilprojekten zu einem sektorübergreifenden Übersicht zusammenzuführen und kommunikativ aufzubereiten.
Die Welt steuert auf eine Erwärmung deutlich über dem Pariser Klimaziel zu. Der Klimawandel betrifft dabei zahlreiche Lebens-, Wirtschafts- und Umweltbereiche. Gefragt sind Entscheidungsgrundlagen für den Umgang mit Klimafolgen für Bund, Kantone und Gemeinden sowie für die Privatwirtschaft. Das Programm NCCS-Impacts des Netzwerks National Centre for Climate Services (NCCS) des Bundes hat in mehreren sektorübergreifenden Projekten solche praxisnahen Entscheidungsgrundlagen erarbeitet.
Aus einer Vielzahl an Fachbeiträgen entsteht ein Gesamtbild
Von 2022 bis 2026 erarbeiteten mehr als 100 Personen aus über 20 Organisationen mehr als 30 Produkte für den Umgang mit dem Klimawandel. Die Programmleitung lag bei MeteoSchweiz. Bei der Programmkommunikation wurde MeteoSchweiz von INFRAS zusammen mit Feinheit unterstützt.
Für eine Gesamtsicht auf die Erkenntnisse von NCCS-Impacts wurden die Inhalte online und in einer Broschüre kompakt aufbereitet. Die Darstellung macht Zusammenhänge über Fachgebiete und Sektoren hinweg sichtbar und gliedert sie in die Perspektiven «Ökosysteme», «Infrastruktur und Wirtschaft» sowie «Gesundheit». Bei diesen Synthesearbeiten wirkte INFRAS an der Konzeption und Gesamtplanung, der Koordination, der Erarbeitung der Kernbotschaften und der redaktionellen Aufbereitung mit.
Die Projekte des Programms «NCCS-Impacts»
Bis zum Programmabschluss 2026 wurden fünf sektorübergreifende Projekte abgeschlossen: zu sozioökonomischen Szenarien, den Auswirkungen des globalen Klimawandels auf die Schweiz, Ökosystemleistungen, Mensch- und Tiergesundheit sowie zu den Kosten des Klimawandels. INFRAS leitete das Projekt «Sozioökonomische Szenarien für die Schweiz» und arbeitet zudem am Projekt zur Resilienz der Energieinfrastruktur mit. Dieses sechste Projekt, im Konsortium SWEET RECIPE, läuft als gemeinsame Initiative von NCCS und dem SWEET-Programm des BFE über das Programmende hinaus weiter.
Fachwissen für unterschiedliche Zielgruppen nachvollziehbar
Eine zentrale Aufgabe bestand darin, die Programmleitung zu unterstützen und die Inhalte der unterschiedlichen Teilprojekte aufeinander abzustimmen und Querbezüge herzustellen. Gleichzeitig galt es, die wissenschaftlichen Erkenntnisse so zu strukturieren, dass die wesentlichen Aussagen für unterschiedliche Zielgruppen nachvollziehbar werden. INFRAS brachte dabei seine Erfahrung in der Synthese komplexer Grundlagen ein. Ziel war eine Darstellung, die den fachlichen Gehalt wahrt und gleichzeitig den Blick auf die übergeordneten Zusammenhänge ermöglicht.
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