So steht es um die die Marktpotenziale von Biotreibstoffen

18. Januar 2019

Autofahren wie bisher, aber ohne fossile CO2-Emissionen – eine verlockende Per­spek­tive. Wie hoch aber liegen die realen Marktpotenziale von Biotreibstoffen im nächsten Jahrzehnt? Die Analyse zeigt: Ihr möglicher Beitrag an den Klimaschutz ist signifikant, bleibt aber beschränkt. Treibstoffe aus Nahrungs- und Futtermittelpflanzen kommen nicht in Frage, weil ihre Herstellung zu grosse ökologische und soziale Risiken birgt. Und bei den umweltfreundlichen Varianten, hergestellt aus biogenen Abfall- und Reststoffen, sind die inländischen Potenziale gering: Anteilig am Benzin- und Dieselverbrauch könn­ten bis 2030 maximal drei Prozent mit Schweizer Biotreibstoffen gedeckt werden. In der EU liegt dieser Anteil deutlich höher (8,4%). Allerdings ist zurzeit unsicher, ob diese Men­gen mittelfristig überhaupt produziert werden. Produktionsanlagen, die Biokraftstoffe herstellen können, benötigen nämlich hohe finanzielle Investitionen, die ohne ent­spre­chen­de Anreize und Sicherheiten nicht getätigt werden. Immerhin: Mit ihrer potenziell hohen Zahlungsbereitschaft hat die Schweiz beim Biokraftstoff-Import bessere Karten als andere Länder.


Die Ausnutzung des Rohstoffpotenzials für moderne Biotreibstoffe setzt erhebliche Investitionen in Produktionsanlagen voraus. (Foto: Keystone)
Die Ausnutzung des Rohstoffpotenzials für moderne Biotreibstoffe setzt erhebliche Investitionen in Produktionsanlagen voraus. (Foto: Keystone)

Auftraggeber

Erdöl-Vereinigung / Biofuels Schweiz

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Kontakt

Hans-Jörg Althaus Bereichsleiter, Partner
hans-joerg.althaus@infras.ch

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