Der Klimawandel betrifft auch die Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit

26. Februar 2019

Mit dem Klimawandel kommen neue Krankheiten und die Landwirtschaft ist durch Starkniederschläge und Trockenperioden gefordert. Welchen klimabedingten Risiken sind Entwicklungsländer künftig ausgesetzt? Wie können diese selbst dazu beitragen, ihre Resilienz zu stärken und die eigenen Treibhausgasemissionen zu senken? In der Entwicklungszusammenarbeit müssen solche Fragen künftig berücksichtigt werden. Das erfordert gutes Wissensmanagement.

Mit dem «Climate Change & Environment Network» (CC&E Network) fördert die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) den Austausch verschiedener Akteure im In- und Ausland. Dabei wird sie seit Jahren von INFRAS unterstützt – einerseits thematisch mit Expertise zu Klimaschutz und Klimaanpassung, andererseits bei der Wissensver­mittlung. Ziel des Netzwerkes ist es, die Qualität der DEZA-Aktivitäten durch die Inte­gration von Klimawandelaspekten laufend zu verbessern.


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Wie wirken sich Dürreperioden auf die Landwirtschaft aus? Projekte der Entwicklungszusammen­arbeit müssen klimatische Risiken mit einkalkulieren. (Foto: Keystone).

Hintergrund: Das «Climate Change & Environment Network» ist Teil des Globalpro­gramms Klimawandel und Umwelt der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und umfasst 300 Mitglieder im In- und Ausland. INFRAS unterstützt die DEZA bei Tätigkeiten des Netzwerks mit einem umfassenden Leistungskatalog.

1. Wissensmanagement: INFRAS bringt Expertise zu Klimaschutz und Klimaanpassung aktiv in das Netzwerk mit ein und hilft bei der Wissensvermittlung.

2. Weiterentwicklung CEDRIG-Tool: Mit CEDRIG (Climate, Environment and Disaster Risk Reduction Integration Guidance) bietet die DEZA ein anwendungsfreundliches Tool zur Integration von Klimawandelaspekten in Entwicklungsprojekten und -strategien. INFRAS hat das Werkzeug massgeblich mit- und weiterentwickelt.

3. Organisation Webinars: In Online-Vorträgen berichten Vertreter inter­natio­naler Orga­ni­sationen und aus der Praxis über ihre Arbeit mit Bezug zu Klima und Umwelt und geben Wissen weiter. INFRAS organisiert und moderiert die Webinars und stellt diese auf einem Blog einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung.

4. Nexus briefs (Beispiel): Kurze, ansprechend gestaltete Broschüren fassen Infor­ma­tionen zu Herausforderungen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung und Klima – beispielsweise zu Konflikten infolge klimatischer Veränderungen – zusammen. INFRAS erstellt eigene ‘Nexus briefs’ und koordiniert jene der mitwirkenden Experten der Entwicklungszusammenarbeit.

Backstopping SDC Climate Change and Environment (CC&E) Network Phase II


Auftraggeber

Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA

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Kontakt

Myriam Steinemann Bereichsleiterin, Partnerin
myriam.steinemann@infras.ch

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