Wie sich der nachhaltige Konsum in Deutschland entwickelt

27. Februar 2018

Biolebensmittel, Carsharing und energieeffiziente Haushaltsgeräte boomen in Deutschland. In den vergangenen Jahren haben die Markanteile solcher «grünen Produkte» weiter zugelegt. Dennoch bewegen sich die jährlichen konsumbezogenen CO2-Emissionen mit 7,5 bis 8,3 Tonnen pro Kopf seit 2005 auf einem gleichbleibend hohen Niveau. Das liegt hauptsächlich daran, dass VerbraucherInnen heute mehr und vielfältiger konsumieren – etwa, indem sie häufiger elektronische Geräte nutzen oder längere Reisewege zurücklegen. Eine INFRAS-Studie im Auftrag des Umweltbundesamts empfiehlt daher, den Konsum grüner Produkte weiter zu fördern: Verbote von ökologisch problematischen Produkten – wie beispielsweise das bereits umgesetzte EU-Importverbot für illegal geschlagenes Tropenholz – wären eine Möglichkeit dazu.


Ernährung, Wohnen und Mobilität sind für 80 Prozent der CO2-Emissionen des privaten Konsums verantwortlich. Umweltsiegel können VerbraucherInnen – etwa beim Einkaufen im Supermarkt – dabei unterstützen, Produkte mit ökologischem Mehrwert zu erkennen. (Foto: Keystone)
Ernährung, Wohnen und Mobilität sind für 80 Prozent der CO2-Emissionen des privaten Konsums verantwortlich. Umweltsiegel können VerbraucherInnen – etwa beim Einkaufen im Supermarkt – dabei unterstützen, Produkte mit ökologischem Mehrwert zu erkennen. (Foto: Keystone)

Hintergrund: Seit 2011 analysiert INFRAS im Auftrag des Umweltbundesamts die Marktentwicklung ausgewählter «grüner Produkte» in den drei zentralen Konsumbereichen Wohnen, Mobilität und Ernährung. Die aktuelle Studie untersucht zudem erstmals Marktanteile von Umweltlabels wie «Der Blaue Engel» oder «FSC». Sie möchten sich vertiefen? Dann lesen Sie die die ausführliche Studie oder die Pressemitteilung des Umweltbundesamts.

Grüne Produkte in Deutschland


Auftraggeber

Umweltbundesamt UBA

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Kontakt

Myriam Steinemann Bereichsleiterin, Partnerin
myriam.steinemann@infras.ch

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